Projekte

Förderer: Selbsthilfeförderung nach § 20c SGB V durch die AOK Nordost

Starttermin: ab Mai 2012

Endtermin: gefördert bis 31.12.2014; Weiterförderung für 2015 wird beantragt

Projektpartner: InterAktiv-Netzwerk

Die Informations- und Hospitationsveranstaltung "Mehr Wissen – Mehr Teilhabe – Mehr Gesundheit / Isolation verhindern - Perspektiven eröffnen - Netzwerke aufbauen und festigen" richtet sich insbesondere an Familien, die ein krankes oder entwicklungsbeeinträchtigtes Kind betreuen sowie Akteure von Einrichtungen und Behörden, Interessierte und Multiplikatoren.

Ziel ist es, sowohl Selbsthilfegruppenleiterinnen, als auch Teilnehmerinnen der Selbsthilfegruppen und Mitarbeiter von niedrigschwelligen Beratungseinrichtungen, die sich alle um eine bessere gesundheitliche Versorgung von Familien mit Zuwanderungsgeschichte und pflegebedürftigen und betreuungsintensiven Kindern bemühen, miteinander zu vernetzen und spezifische Informationen bereitzustellen. Ziel ist weiterhin, Erfahrungsaustausch anzuregen, Selbsthilfe zu aktivieren, Isolation zu überwinden, Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Wissen zu vermitteln.

Das Projekt wurde im Mai 2012 von InterAktiv gestartet und konnte 2013 mit Hilfe von Fördermitteln nach § 20c SGB V fortgeführt werden. Auch für das laufende Jahr 2014 wurden Fördermittel zur Verfügung gestellt, die ein Fortführen des Projektes ermöglicht haben.

Im Durchschnitt finden pro Jahr 6-8 Informationsveranstaltungen statt, in denen die betroffenen Familien wichtige Informationen und Anregungen zu aktuellen Themen und Fragestellungen ihres täglichen Lebens, wie beispielsweise passende Kitas, Schulen, Betreuungseinrichtungen und Arbeitsmöglichkeiten, die Vor- und Nachteile eines Schwerbehindertenausweises, rechtliche Grundlagen, passgenaue Möglichkeiten, die Entwicklung eines behinderten Kindes zu unterstützen, finden oder die Möglichkeit haben, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Die Veranstaltungen fanden bisher an unterschiedlichen Orten, öfter in dem BVV Saal des Rathauses Tiergarten statt. Die einzelnen Termine wurden unterschiedlich stark besucht, durchschnittlich nahmen ca. 15-20 Interessierte teil, die Tendenz ist steigend. Es kommen immer mehr neue Familien hinzu.

Neben den Informationsveranstaltungen finden pro Jahr 6-8 Hospitationen zu verschiedenen Angeboten des Gesundheitssystems statt. An den Hospitationen vor Ort können allerdings oftmals nur 10 Personen teilnehmen, da dies der verständliche Wunsch der jeweiligen Einrichtung ist.

Das enorme Informationsdefizit in türkischen Familien, auf das wir immer wieder stoßen, kann nur durch kontinuierliche Angebote aufgehoben werden. Unterstützungs- und Beratungsstrukturen sowie die unterschiedlichen Patientenrechte sind vielen Familien nicht bekannt. Aufgrund fehlender Deutschkenntnisse können die vorhandenen Informationsmaterialien in Form von Broschüren oder sonstigen Veröffentlichungen nicht genutzt werden.

Die Veranstaltungen finden auf Deutsch mit simultaner Übersetzung ins Türkische statt.

Förderer: Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales

Starttermin: ab 01.Juli 2014

Endtermin: FeD-InterAktiv ist auf Dauer angelegt. Die Förderung in der Aufbauphase läuft zunächst bis 31.12.2014; die Weiterförderung für 2015 ist beantragt

Projektpartner: InterAktiv-Netzwerk

Die Zielgruppe des FeD-InterAktiv sind geistig behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in ihrem Elternhaus leben, dauerhaft in der Alltagskompetenz eingeschränkt sind und nach §§ 45a, b SGB XI zum anspruchsberechtigten Personenkreis gehören sowie deren pflegende Angehörige und Familien. Das Besondere am FeD-InterAktiv ist, dass erstmals Zuwandererfamilien, insbesondere türkischstämmigen Familien mit behinderten Angehörigen in ganz Berlin ein umfassendes Angebot zur ambulanten Unterstützung und Entlastung unterbreitet wird.

Der Familienentlastende Dienst „FeD–InterAktiv“ versteht sich mit all seinen Angeboten als eine niedrigschwellige, interkulturelle, aufsuchende, wohnortnahe, ambulante und auf Dauer angelegte Dienstleistung zur Entlastung und Unterstützung von Familien mit behinderten oder kranken Angehörigen. Die Angebote reichen von stundenweiser Einzelbetreuung (HelferInnenkreis) bis hin zu Gruppenbetreuungen sowie Freizeit- und Reiseangeboten. Allen Familienmitgliedern sollen Freiräume zur Erholung und zum Kraftschöpfen geschaffen und so die Möglichkeit eingeräumt werden, an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilzuhaben. Durch flexible, verlässliche und nutzerorientierte Hilfen als ergänzendes Angebot zu anderen Angeboten des Gesundheitssystem wird letztendlich das Ziel verfolgt, die Lebensqualität der gesamten Familie zu verbessern, so dass die Pflegebereitschaft der Eltern bzw. Angehörigen erhalten bleibt.

Der Familienentlastende Dienst „FeD-InterAktiv“ ist ein Angebot, bei dem ehrenamtliche Helfer unter Leitung einer Fachkraft die Betreuung von Menschen mit körperlichen, kognitiven und seelischen Beeinträchtigungen sowie mit chronischen Erkrankungen und einem erhöhten Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung übernehmen. Deshalb setzt die Realisierung des Betreuungsangebotes in erster Linie die Gewinnung von ehrenamtlich engagierten Personen voraus. Das Besondere am FeD-InterAktiv ist, dass im Rahmen dieses Projektes vor allem das Potenzial an ehrenamtlichem Engagement von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aktiviert und genutzt werden soll.

Die ehrenamtlichen Helfer müssen sich zur Teilnahme an einer 35 Stunden - Fortbildung bzw. Schulung im ersten Halbjahr verpflichten, die von InterAktiv selbst organisiert wird. Das Curriculum dieser Qualifizierungsmaßnahme basiert auf der vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung erstellten Richtlinie zum Einsatz und zur Qualifizierung der Betreuer. Die Schulungsinhalte werden von Referenten mit verschiedenen Professionen vorgenommen und berücksichtigen die Besonderheiten von Familien mit Zuwanderungsgeschichte.

Unsere erste Qualifizierungsmaßnahme, zu der sich bereits 10 Ehrenamtliche, darunter 7 türkischstämmige Personen angemeldet haben, findet ab dem 7. November 2014 statt.

Förderer: Kosten derzeit vom Verein getragen, im nächsten Jahr wird die Finanzierung im Rahmen einer Projektförderung angestrebt

Starttermin: 2012

Endtermin: auf Dauer angelegt

Projektpartner: InterAktiv-Netzwerk

Die bedarfsorientierte Unterstützung und Begleitung von Familien liegt uns besonders am Herzen. InterAktiv bietet betroffenen Familien individuelle Beratung und Orientierungshilfen an. Im persönlichen Gespräch werden die individuellen Bedürfnisse ermittelt, die Zuständigkeiten geklärt und die Familien an entsprechende Fachdienste vermittelt. In den meisten Fällen wird die unterstützende Begleitung zu Behörden, Therapeuten und Ärzten mit angeboten. Wir stellen Informationsmaterialien zur Verfügung, bieten Informationsveranstaltungen und Seminare an, ermöglichen Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten zu Eltern-, Mütter-, Väter-, Geschwister- und sonstigen Selbsthilfegruppen oder organisieren gemeinsame Unternehmungen. Dies wird unter anderem durch Hausbesuche verwirklicht.

Die Angebote werden zum großen Teil durch ehrenamtliches Engagement ermöglicht und sind individuell, niedrigschwellig und bedarfsbezogen ausgerichtet. So bietet der Psychotherapeut Orhan Akbıyık ehrenamtlich psychosoziale Beratung an die Selbstbestimmung, soziale Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Behinderungen zu fördern und zu unterstützen. Die Beratung und Unterstützung hat zum Ziel:

  • tragende und sorgende Netzwerkstrukturen für die betroffenen Familien zu entwickeln,
  • die Familien zu unterstützen, die Erkrankung bzw. Behinderung ihres Kindes anzunehmen und
  • die Betroffenen zu stärken und zu ermutigen, bestmögliche Unterstützung und Förderung für sich und ihr Kind zu suchen.

Unsere Beratung ist kostenlos und vertraulich. Wir informieren und beraten z. Zt. in deutscher und in türkischer Sprache.

Förderer: Aktion Mensch

Starttermin: Oktober 2013

Endtermin: gefördert bis 31.12.2014, Weiterförderung für 2015 zugesagt

Projektpartner: Spastikerhilfe Berlin e.V und die DJ Akademie Berlin

REMIX, die interkulturelle Disco für Jugendliche, junge Erwachsene und jung Gebliebene mit und ohne Zuwanderungsgeschichte sowie mit und ohne Behinderung findet einmal im Monat im Werk 9 in der Markgrafenstraße 26 statt. Bis zu 80 Personen können kostenlos gemeinsam feiern.

Musikalisch wird die Disko „Remix“ durch die DJ ́s der DJ Akademie Berlin DJ Storm (Cihan Ataman - DJ Akademie CEO), DJ Alexander M. (DJ Akademie - Sales), David Z. (DJ Akademie), Florian S. (DJ Akademie) sowie DJ Cantay und DJ Can gestaltet.

Förderer: Bezirksamt Mitte

Starttermin: ab Sommer 2014

Endtermin: Sommer 2015

Projektpartner: Yaylas Wiese gGmbH

Junge Menschen mit Behinderungen, die während ihrer Schulzeit nicht die Möglichkeit hatten, Schriftsprachfähigkeiten zu erwerben oder zu vervollständigen, haben oftmals anschließend nicht mehr die Chance, diesen Prozess abzuschließen. Andere Förderschwerpunkte als der Schriftspracherwerb bei der Schulbildung von Menschen mit Behinderung stehen dem Erlernen oftmals entgegen. Jedoch ist bei vielen dieser jungen Erwachsenen der Wunsch vorhanden, lesen und schreiben zu können.

Bei jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und einer Behinderung kommt erschwerend hinzu, dass oftmals die Kenntnisse der deutschen Sprache nicht ausreichend sind. So führt bei diesen Jugendlichen eine Alphabetisierung in der deutschen Sprache nicht zum erwünschten Erfolg. Hingegen könnte eine Alphabetisierung in der Muttersprache erfolgversprechender sein und auch das Erlernen der deutschen Sprache fördern. Die Vorteile der Zweisprachigkeit oder die Kenntnisse der nicht-deutschen Sprache könnten dadurch besser genutzt werden. Wer nicht lesen und schreiben kann, hat in der heutigen Gesellschaft massive Nachteile und ist häufig auf die Hilfe anderer Personen angewiesen. Durch den Lese-Schreibkurs soll jungen Erwachsenen mit wenigen oder unzureichenden Schriftsprachkenntnissen die Möglichkeit zum Erwerb dieser gegeben werden. Dadurch sollen sie mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Alltag, sowie größere Chancen auf eine Integration in die Arbeitswelt erlangen.

Bei der Durchführung werden Lernpaten ausgebildet, die die „Lernlinge“ beim Lesen und Schreiben lernen unterstützen werden. Durch diese Unterstützung sollen die Lernpaten dazu befähigt werden, später evtl. selbst Lese- und Schreibkurse anzuleiten bzw. zu begleiten.

Förderer: Paritätischer Gesamtverband

Starttermin: Sommer 2014

Endtermin: Sommer 2015

Projektpartner: FREEDA und Kinder- Pflege Netzwerk e.V.

Mit unseren Kooperationspartnern bieten wir Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 16 Jahren aus Familien mit einem chronisch schwer kranken oder behinderten Kind verschiedene Kurse unter dem Titel LUNA & KUMUH an. Die Projektleitung liegt in diesem Projekt bei FREEDA. Die Teilnahme ist kostenlos. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sind entweder selbst von einer chronischen schweren Erkrankung oder Behinderung betroffen oder haben ein betroffenes Geschwisterkind.

Kurse und Kursfahrten:

  • L – Landleben
    Betreute zehntägige kulturpädagogische Kursfahrt an den Rand des Spreewaldes für acht Kinder und Jugendliche. Im Vordergrund stehen das Entdecken des Landlebens und die gemeinsame Herstellung eigener Naturprodukte.
  • U – Unterwegs in Berlin
    In dem dreimonatigen Kursformat à 7 Stunden an drei Terminen erkunden die Teilnehmenden Berlin und entdecken barrierefreie Freizeitmöglichkeiten. Die Ergebnisse werden in einer Inklusionsfibel dokumentiert.
  • N - Natur pur
    Betreute zehntägige kulturpädagogische Kursfahrt an den Rand des Spreewaldes für acht Kinder und Jugendliche. Im Vordergrund steht das Erleben der Natur.
  • A - Abenteuer & Tiere
    Betreute zehntägige kulturpädagogische Kursfahrt an den Rand des Spreewaldes für acht Kinder und Jugendliche. Im Vordergrund steht die positive (therapeutische) Erfahrung mit Tieren.
  • KU - Kunst
    In dem sechsmonatigen Kursformat mit einem Workshop pro Monat lernen die Teilnehmenden verschiedene kreative Techniken und Ausdrucksformen kennen und probieren sie selbst aus. Die Ergebnisse werden in einer Kunstausstellung präsentiert.
  • MU - Musik
    In dem sechsmonatigen Kursformat mit einem Workshop pro Monat werden aus einfachen Materialien Musikinstrumente hergestellt. Die Musikinstrumente werden am Ende präsentiert und es wird gemeinsam gesungen und musiziert.
  • H - Handwerk
    Betreute zehntägige kulturpädagogische Kursfahrt an den Rand des Spreewaldes für acht Kinder und Jugendliche. Im Vordergrund stehen die handwerkliche Erfahrung und das Kennenlernen verschiedener Werkzeuge. Gemeinsam soll ein aus Naturmaterialien bestehender Abenteuerspielplatz gebaut werden.