Selbsthilfegruppen

InterAktiv e.V. engagiert sich für Familien mit Zuwanderungsgeschichte, in denen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit körperlichen, kognitiven und seelischen Beeinträchtigungen sowie mit chronischen Erkrankungen leben. Der Verein unterstützt diese Familien in ihren Bemühungen, ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen auf vielfältige Weise. Eines unserer vorrangigen Anliegen ist die Gründung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen.

Selbsthilfegruppen

Der Austausch und die Zusammenarbeit in Selbsthilfegruppen, wie sie in Deutschland in großer Vielfalt bestehen, sind für viele Migranten unterschiedlichster Nationalitäten nahezu unbekannt. In einem Umfang von jährlich 8-10 Terminen wurden die Treffen der Müttergruppe bisher in den Räumen der Kontaktstelle Pflegeengagement Mitte in der Lübecker Straße durchgeführt. Mit Anmietung unserer eigenen Räume werden diese Treffen nun in den Gruppenräumen in der Wilhelmshavener Straße 32 stattfinden. Wir laden Fachkräfte in die Gruppen ein, damit die Mütter zu verschiedenen Themen informiert werden. Des Weiteren kommen die Mütter in regelmäßigen Abständen zum Frühstück zusammen. Rıza Kavasoğlu bietet seit Januar 2014 Gruppentherapie im Rahmen der Müttergruppe Mitte an. 2013 wurde von uns eine zweite Müttergruppe initiiert. Im Nachbarschaftsheim Schöneberg treffen sich die Mütter nachmittags. Wir bieten während des Treffens Kinderbetreuung an.

Im Jahr 2014 wurde im Oktober die erste Vätergruppe gegründet. Erster Schritt auf dem Weg zur Initiierung dieser Selbsthilfegruppe war das Grillfest der Familien im Mehrgenerationenhaus in der Wassertorstraße. Der Psychotherapeut Orhan Akbıyık wird diese Gruppe ehrenamtlich begleiten.

Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen

Diabetes und Epilepsie gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Auch wenn es keine verlässlichen Zahlen gibt, belegen verschiedene Untersuchungen, dass Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte überdurchschnittlich stark betroffen sind. Bei beiden Krankheiten spielt eine zielführende Behandlung sicher eine wichtige Rolle. Es ist gleichzeitig jedoch bekannt, dass bei vielen Zuwanderern aufgrund von verschiedenen Barrieren die Therapien nicht immer zielführend sind. Viele Familien erhalten wenige Informationen, sind ängstlich und unsicher.

Wir sahen daher die Gründung von Selbsthilfegruppen für die Angehörigen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Diabetes oder Epilepsie als zwingend erforderlich an, zumal es derzeit noch keine in Berlin gibt. Ziel der Selbsthilfegruppen ist in erster Linie, den Zusammenhalt und Informationsaustausch zwischen den betroffenen Angehörigen zu fördern und die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern.

Die Selbsthilfegruppe Epilepsie in Kooperation mit der Deutschen Epilepsievereinigung (Ansprechpartner: Klaus Göcke) richtet sich an alle engagierten und pflegenden türkischstämmigen Menschen sowie deren Angehörige mit den verschiedenen Arten der Epilepsie.

Die Selbsthilfegruppe Diabetes richtet sich an türkischsprachige Familien mit einem Angehörigen mit Diabetes mellitus Typ 1. Frau Dr. Galler von der Charité - Pädiatrische Diabetologie - Interdisziplinäres Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) begleitet uns dabei. Gemeinsam mit ihr wurde ebenfalls ein Elterncafé angeboten, welches in Zukunft regelmäßig stattfinden soll.

Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen